17.06.2020

Wiederaufnahme des Ausbildungsbetriebes nach Corona-Auszeit

"2 Personen vermisst auf dem Gelände des ehemaligen Nordback" - so ähnlich hätte die Einsatzmeldung für die vergangene Ausbildung lauten können.

Zum Samstagsdienst im Juni, am 06.06.2020, wurde offiziell der Ausbildungsbetrieb des Ortsverbandes wieder aufgenommen. Dazu verlegten die Helfer der Bergungsgruppe nach dem reichhaltigen Frühstück mit dem MTW und dem GKW I samt EGS Satz für einen Dreibock zum Übungsgelände im Wolgaster Industriegebiet. Insgesamt waren an dieser Ausbildung 11 Helfer beteiligt sowie unsere Ortsbeauftragte, der in der Unterkunft für das leibliche Wohl sorgte. Als die Helfer am Übungsgelände angekommen waren und die Fahrzeuge vor dem Gelände abgeparkt waren, versteckten sich die 2 als vermisst gemeldeten Personen im Erdgeschoss sowie im 1. Obergeschoss des Verwaltungsgebäudes. Nebenbei wurde auch eine Effektmaschine für Nebel und Ton aufgebaut. Der Gruppenführer der Bergung teilte derweil 2 Suchtrupps ein, wobei je ein Trupp jeweils eine Etage nach den Vermissten absuchen sollte. Die Suche des Trupps aus dem Erdgeschoss blieb vorerst ohne Erfolg, allerdings fand der Trupp im Obergeschoss eine der vermissten Personen, die zwar bei Bewusstsein war, jedoch hyperventilierte. Um die Person zu bergen, wurde eine Trage sowie zwei Leinen und Verstärkung angefordert. Die Bergung erfolgte dann über einen Ausgang des Gebäudes in ca. 150cm Höhe, wobei die Trage über einen Absatz mittels sechs Helfern gereicht wurde. Nachdem einer von zwei Vermissten gefunden wurde, suchten nun alle zusammen nach der zweiten Vermissten Person. Diese wurde dann schlussendlich gefunden und da sie gehfähig war, konnte sie fußläufig aus dem Gebäude begleitet werden.

Es folgte die erste Pause. Diese wurde dann durch (scheinbar) plötzliche Explosionen und Rauchentwicklung im Gebäude unterbrochen. Mit Feuerlöschern und Schaufeln, als Feuerpatschen eingesetzt, ging es dann ins Gebäude. Ein Helfer ist zwischenzeitlich nachgerückt, sodass dieser als Kraftfahrer am GKW verbleiben konnte, wo sich bisher der Gruppenführer als Übungsleiter aufhielt. Diesmal galt es, die Einsatzmeldung von vorher (siehe oben) um die Stichworte "Explosion" und "Rauchentwicklung" zu erweitern. Wieder versteckten sich zwei Personen im Gebäude auf zwei Etagen, nur diesmal wurde noch das Treppenhaus mit vorher vorgefundenen Türen verbarrikadiert, um ein durch die Explosion eingestürztes Treppenhaus zu simulieren.
In gleicher Truppeinteilung wie vorher auch ging es erneut auf die Suche. Der Trupp im EG wurde diesmal schnell fündig, allerdings versperrte plötzlich auftretender Qualm den Rückzugsweg. So musste sich ein zweiter Ausgang gesucht werden, der natürlich auch gefunden und genutzt wurde. So konnte die Vermisste Person ins Freie gebracht werden, ohne die Rauchwolke zu durchqueren. Der zweite Trupp beschäftigte sich derweil mit dem Aufbau einer dreiteiligen Leiter, um das Obergeschoss durch ein glasloses Fenster zu erreichen. Sobald der Trupp aus dem EG wieder einsatzbereit war, halfen sie dem anderen Trupp bei der Leiter, sodass sich schon einmal vier Helfer die Absturzsicherung anziehen konnten. Diese vier Helfer gingen dann über die Leiter ins OG und sie fanden die Vermisste auch schnell. Allerdings war sie ziemlich verwirrt sowie am Bein verletzt, sodass sie nicht laufen konnte. Noch dazu weigerte sie sich, mitzugehen. Die Helfer beruhigten sie, sodass sie schließlich einwilligte, gerettet zu werden. Dazu benötigten sie einen Schleifkorb, welcher über die Leiter nach oben transportiert wurde. Für die Bergung wurde die Person durch eine Übungspuppe ersetzt, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Die Übungspuppe wurde in den Schleifkorb gelegt und gesichert und dieser wurde dann an der Leiter mittels Leinen befestigt, um ihn mit dem Leiterhebel abzulassen. Nachdem alle Vermissten geborgen waren, begab sich der Trupp über die wieder aufgerichtete Leiter nach unten. Damit endete diese Ausbildung am Übungsgelände und alle Helfer verlegten zurück in den Ortsverband, wo das Mittag auf sie wartete.

Doch auch auf dem Hof war es nicht still. Da eine unserer Helferinnen momentan dabei ist, den LKW Führerschein zu erwerben, hieß es für sie "üben, üben, üben", damit es auch sicher mit der Führerscheinprüfung klappt.




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