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Ausbildung für den Ernstfall: Hochwasserschutz im Landkreis

Hochwasserschutz im Fokus: Gemeinsame Ausbildung von Katastrophenschutz, THW und Feuerwehren  Am Samstagmorgen trafen sich Einheiten des Katastrophenschutzes, das Technische Hilfswerk (THW) sowie mehrere freiwillige Feuerwehren der erweiterten Löschzüge Nord und Süd zu einer großangelegten Ausbildung des Landkreises im Bereich Hochwasserschutz. Ziel war es, die Zusammenarbeit der Organisationen zu stärken und den Ernstfall realitätsnah zu trainieren. 

Drei Stationen – ein gemeinsames Ziel: bestmögliche Vorbereitung 

Nach der Begrüßung am Morgen teilten sich die 142 Einsatzkräfte auf drei Ausbildungsstationen auf. An jeder Station wurden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt:
1. Sandsackfüllung – verschiedene Systeme im Praxistest 
2. Sandsackverbau – von der Deichverteidigung bis zur Quellkade 
3. Aquariwa-System – moderne Technik für Hochwasserlagen 
Im Laufe des Tages rotierten die Gruppen, sodass jede Einheit an allen Bereichen praktisch üben konnte. Zur Mittagspause versorgte das DRK alle Teilnehmer mit einem kräftigen Eintopf. 

Station 1: Sandsackfüllung unter verschiedenen Bedingungen 
Im Mittelpunkt der ersten Station stand die praxisnahe Ausbildung im Umgang mit Sandsäcken – nach wie vor das wichtigste Einsatzmittel beim Hochwasserschutz. Die Einsatzkräfte testeten verschiedene Methoden: 
- Befüllung an einer manuellen Sandsackfüllstation 
- Einsatz einer elektrischen Sandsackfüllmaschine 
- Handtrichter als kompakte Lösung 
- Eine improvisierte Füllstation aus Steckleiter und Leitkegeln, wie sie im Einsatzfall ohne Spezialgerät schnell aufgebaut werden kann 
Besonders interessant war der direkte Vergleich: Welche Methode ist am schnellsten, welche am kräfte-schonendsten? Das Fazit: Auch unter widrigen Bedingungen lässt sich mit guter Organisation effizient arbeiten. 

Station 2: Sandsackverbau und Teamwork 
Der zweite Ausbildungsschwerpunkt lag beim fachgerechten Verbau von Sandsäcken. Trainiert wurden unter anderem: 
- Deichverteidigung und -erhöhung 
- Stabilisierung gefährdeter Abschnitte 
- Bau einer Quellkade, die austretendes Wasser kontrolliert aufnimmt und ableitet 
Ebenso geübt wurde der Transport von Sandsäcken über eine Menschenkette. Dabei zeigte sich, dass nicht nur Kraft, sondern vor allem Abstimmung und Kommunikation im Team entscheidend sind. Für viele Helfer war klar: Das Fitnessstudio konnten sie sich an diesem Tag sparen. 

Station 3: Moderne Technik – Aquariwa-System 
An der dritten Station stand mit dem Aquariwa-System moderne Technik im Mittelpunkt. Dieses wiederverwendbare Hochwasserschutzsystem lässt sich flexibel einsetzen und bietet eine schnelle Alternative zum klassischen Sandsack. Die Einsatzkräfte trainierten den praktischen Aufbau und sammelten wertvolle Erfahrungen im Umgang mit dem System. 
Fazit der Übung 
Die gemeinsame Ausbildungsübung war ein voller Erfolg: 
 enge Zusammenarbeit zwischen Katastrophenschutz, THW und Feuerwehren 
 praxisnahes Training in drei wichtigen Bereichen 
 engagierte Helferinnen und Helfer, die die Region im Ernstfall schützen können 
Damit ist der Landkreis für mögliche Hochwasserlagen bestens vorbereitet.


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